BADEN IN SCHÖNHEIT. Die Optimierung des Körpers im 19. Jahrhundert

Wasser auf meiner Haut – beim Baden wirkt die äußere Wohltat zugleich als innere Erfrischung. Und ist die Grenze zwischen Körperhülle und seelischem Befinden einmal überwunden, ergeben sich weitere Möglichkeiten, durch die Verbesserung des äußeren Zustands das Selbstgefühl und die soziale Wirkung des Individuums zu optimieren. Wellnessbäder, Fitness-Clubs, Körperkult bis zur plastischen Chirurgie, Zahnspangen für Teenager – viele heutige Körpertechniken nehmen ihren Anfang in der Badekultur des 19. Jahrhunderts. Damals mischten sich künstlerische Ideale und medizinischer Fortschritt, Gesellschaftsutopien und Apparatetechnik zu einem neuen Menschenbild. Der Leib war nun nicht mehr Gott und Natur schicksalhaft ergeben. Als Körper wurde er zum Projekt, zum zukunftsoffenen Entwurf – und immer schöner.
Mit Beiträgen von Cornelius Borck, Bettina Brockmeyer, Mirjam Elburn, Jutta Franzen, Philipp Kuhn, Sabine Merta, Matthias Winzen.

Herausgegeben von Matthias Winzen
Erschienen in Athena Verlag
335 Seiten, gebunden, 19 Euro

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