MUSEUM & GESCHICHTE
Das Museum LA8 Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden ist einzigartig innerhalb der Museumslandschaft Deutschlands. Es widmet sich den Wechselwirkungen von Kunst und Technik im 19. Jahrhundert. Hierzu werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Institutionen erstellt. In der Vergangenheit zählten zu den dargestellten Themen die Fotografie, das Nebeneinander von Telepathie und Telefonie, die frühen visuellen Massenmedien, die ersten Touristen, das Papiergeld, aber auch soziale „Erfindungen”, wie die Kindheit, die Kleinfamilie oder die Schulpflicht, die Revolutionen der Kunst und die großen technischen Erfindungen. Zudem befasst sich das Museum mit Ideen-, und kulturhistorischen Themen wie mit den verschiedenen Facetten von weiblicher Kriminalität oder den Ansätzen der Lebensreformbewegung.
In diesen wechselnden Themenausstellungen wird deutlich, wie aktuell und wie nah uns das vorletzte Jahrhundert in vielem ist und wie damalige Erfindungen und Entwicklungen unsere Gesellschaft bis heute prägen. Kunst und Technik wurden oft als zwei Seiten einer Medaille verstanden. Die Ausstellungen befassen sich mit den bislang wenig beachteten Zusammenhang der beiden vermeintlichen Antipoden. Dieser Ansatz ist innerhalb der deutschen Museumslandschaft einzigartig.
Das Begleitprogramm zu den Ausstellungen vertieft mit öffentlichen Führungen und Veranstaltungen die lebendige Begegnung mit diesem Jahrhundert, in dem u. a.Humboldt und Napoleon, Marx und Rothschild, Nietzsche und Bismarck, Liebig und Daimler lebten und wirkten.
Das Museum LA8 ist Teil des ebenfalls im März 2009 von der GRENKE-Stiftung eröffneten Kulturzentrums LA8 im historischen Anwesen an der „Museumsmeile”, der Lichtentaler Allee. 2024 feierte das Museum sein 15-jähriges Bestehen.
Bildunterschrift: Hofeinfahrt zum Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts, Baden-Baden. Foto: Thomas Viering
Geschichte des Kulturhauses LA8
Durch das Engagement von Wolfgang Grenke ist mit diesem Gebäudekomplex eine neue Attraktion in Baden-Baden entstanden, indem bereits Bestehendes komplett saniert und Neues behutsam nach altem Vorbild ergänzt wurde.
Das ursprüngliche Gebäude wurde 1820 erbaut und beherbergte bereits internationale Adelige, berühmte Bankiers und bedeutende Persönlichkeiten des Galopprennsports.
Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von ca. 15 Millionen Euro umfasst eine Nettogrundfläche ca. 3.750 qm, davon entfallen ca. 400 qm auf das Museum.
In den sanierten Gesellschaftssälen finden Konzerte, Vorträge, Tagungen und Bankette statt.
Das Anwesen in der Lichtentaler Allee versteht sich als ein Forum zur Vermittlung fachwissenschaftlicher Erkenntnisse und als ein Zentrum kultureller Aktivitäten verschiedenster Ausrichtung – Musik, Literatur, darstellende Kunst – in Kooperation mit Institutionen von überregionaler Bedeutung.
Bildunterschrift: Museum LA8 bei Nacht. Foto: Henrik Elburn.