LERNEN IM MUSEUM

ANGEBOTE FÜR SCHULKLASSEN

IM ZUGE DER MASSNAHMEN ZUR EINDÄMMUNG DES CORONAVIRUS WERDEN WIR BIS AUF WEITERES KEINE ANGEBOTE FÜR GRUPPEN ÜBER 5 PERSONEN ANBIETEN KÖNNEN! WIR HOFFEN AUF IHR VERSTÄNDNIS UND FREUEN UNS SIE BALD WIEDER ZU SEHEN!

FÜHRUNGEN

Die Ausstellung Baden in Schönheit. Die Optimierung des Körpers im 19. Jahrhundert (06. Juni bis 28. Februar 2021) zeigt den Ursprung heutiger Wellnessbäder, Fitnessclubs —  dem Körperkult. Der Körper wurde zum Projekt, zum zukunftsoffenen Entwurf. Forschung und Wissenschaft ermöglichten den immer präziseren Eingriff in die menschlichen Organe und ihre Abläufe. Viele damalige technische Neuerungen und Erfindungen sind bis heute gültig und erfolgreich, weil sie konsequent das Unsichtbare, das körperlich und seelisch Innere, mit dem Sichtbaren, dem Messbaren, Trainierbaren, Operierbaren verknüpften. Ab 1895 konnte mit der Röntgentechnik direkt in das Körperinnere hineingeschaut werden. Die moderne Technik schien eine Art rationalen Gesundheitszauber zu erlauben.

SCHULKLASSENFÜHRUNGEN – DIALOGISCHE FÜHRUNGEN

Begeben Sie sich mit Ihrer Schulklasse auf eine Reise in die Welt der Badekultur des 19. Jahrhunderts und entdecken hier den Ursprung vieler heutiger Körpertechniken. Damals mischten sich künstlerische Ideale und medizinischer Fortschritt, Gesellschaftsutopien und Apparatetechnik zu einem neuen Menschenbild. Entdecken Sie gemeinsam mit Ihren SchülerInnen Bäderarchitekturen, Anleitungen zu Heilkuren, technische Apparaturen und Gemälde, die Zeugnis des gesellschaftlichen Wandels sind. Im Fokus der Führungen stehen das Aufspüren, (Ein-)Ordnen und Bewerten der vorgefundenen Dokumente und Bilder im Gespräch – eine dialogische Prüfung der Entdeckungen. Für SchülerInnen aller Altersklassen geeignet.

THEMENFÜHRUNG

Auf Anfrage bieten wir Führungen mit thematischen Schwerpunkten:

• Brutal schön – Bilder als Inbegriff eines (inszenierten) Körperverständnisses
• Technik und Leib — der Einfluss von technischen Erfindung auf die Wahrnehmung von Leib an einem ausgesuchten Beispiel

Gerne stellen wir Ihnen auch Themenführungen ausgerichtet auf Ihren Unterrichts-Schwerpunkt zusammen. Bitte kontaktieren Sie uns.

Hinweis: Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir nur Gruppen mit einer Gruppenstärke von max. 25 Personen (inkl. 2 Begleitpersonen) für eine Führung zulassen können. Bei einer größeren Gruppenstärke müssen wir die Gruppe teilen und Ihnen zwei Schulklassenführungen berechnen. Bitte senden Sie das Anmeldeformular an Mirjam Elburn unter melburn@museum.la8.de.

Buchungen gelten nur dann als vereinbart, wenn diese von uns ausdrücklich telefonisch oder schriftlich bestätigt wurden!

LEHRERFORTBILDUNG

Zur aktuellen Ausstellung bieten wir für Gruppen Lehrerfortbildungen an.
Ich sage, was ich sehe – Bilder als Sprechanlass – Lehrerfortbildung zur Sprachbildung im Museum

Museen bieten als außerschulische Lernorte die Möglichkeit des Sprachen Lernens. Die sinnliche Erfahrung vor originalen Kunstwerken dient als Sprechanlass und Impulsgeber für das Verfassen von Texten. Die Betrachtung von Bildern und anderen Exponaten ist eine lebendige Quelle für kreatives Schreiben, Wortfeld-Arbeiten und Erlernen von Vokabeln. So kann das Museum nicht nur im Kunst-/Musikunterricht, sondern auch in den Fächern Deutsch oder in den Fremdsprachen einen Beitrag zur Sprachbildung leisten.

Welches Methodenrepertoire steht zur Verfügung? Ist Kunstverständnis eine Voraussetzung?
Vor den Originalen werden neue Ideen und Ansätze ausprobiert.

Weitere Informationen bei Mirjam Elburn unter: melburn@museum.la8.de

WORKSHOPS

Workshop 1:

Wer bin ich? Wer bist Du?

In der Ausstellung sind Menschen auf verschiedene Weise gezeigt, beim Schwimmen, beim Sport oder beim Baden. Wie würdest Du Dich schwimmend, tanzenden, turnenden malen? Zeichnen? Plastisch Gestalten? Auf Leinwand oder großformatigem Papier kannst Du Dich darstellen oder aus plastischer Masse formen. 

Workshop 2:

Hampelmann & Tanzgestalten

Angeregt durch die verschiedenen Anleitungen zu Schwimm- und Turnübungen in der Ausstellung gestalten wir aus Papprollen, buntem Karton und Paketklammern verschiedenste bewegliche Figuren. Im Schuhkarton mit Draht und Stäben befestigt, entsteht ein Sportplatz oder Turnsaal.

Workshop 3:

Spieglein, Spieglein an der Wand

Werbung und Medien beeinflussen euren Geschmack und euer Schönheitsideal — aber diese Ideale sind wandelbar und waren es durch die Jahrhunderte. Idealbilder sind alltäglich in den Medien. Aber was empfindest Du als schön? Wir betrachten zeitgenössische und historische Bilder, um schließlich eigene Bilder zu entwickeln und auf großem Papier mit Pinsel und Farbe zu malen.

Workshop 4:

Wellenschlag und Schwimmflügel

Anleitungen zu Schwimm- und Turnübungen erschienen zahlreich in den Familienzeitungen des 19. Jahrhunderts. Sie dienen uns als Ausgangspunkt für Bewegungsstudien, Skizzen, Zeichnungen und schließlich für eine Tiefdrucktechnik — die Radierung. Mit der Nadel in die Platte geritzt, mit Farbe eingerieben und schließlich auf Papier abdruckt, entstehen bewegte Bilder.

Workshop 5:

Brutal schön

Ausgehend von den Gemälden und Grafiken in der Ausstellung beschäf­tigen wir uns mit historischen und gegenwärtigen Schönheitsidealen. Schönheitsnormen sind immer zeitgebunden und unterliegen dem gesellschaftlichen Wandel. Welche Bedeutung hat der menschliche Körper? Was gilt heute und damals als attraktiv und warum? Welche künstlichen Veränderungen des Körpers versprechen einen positiven Einfluss auf das Lebensgefühl? Wir vergleichen Fotos und Zeitschrif­ten­bilder heute und gestern und fertigen eigene Zeichnungen, Drucke und/oder (beweglichen) Collagen rund um das Thema Schönheit an.

Anmerkung: Dieser Workshop ist als Workshop für einen Projekttag konzipiert, kann aber nach Absprache an mehreren 1 ½ stündigen Terminen durchgeführt werden.

Gerne stellen wir Ihnen auch ein individuelles Workshop-Angebot entsprechend Ihrer Unterrichtsthemen zusammen.

Sprechen Sie uns gerne an!

melburn@museum.la8.de